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REISEZIELE IN PERU - HOCHLAND

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ZIELE IN DER REGION TITICACASEE

Titicacasee - Amantani - Taquile - Schwimmende Inseln der Uros

TITICACASEE

Der Titicacasee ist mit einer Höhe von 3.815 Metern der höchst gelegene schiffbare See der Welt und umfasst eine Fläche von 36.189 Hektar. Der See ist etwa 195 km lang und 65 km breit und erreicht eine Tiefe von bis zu 300 m. Etwa 70 % des Sees gehören zu Peru, 30 % zu Bolivien. Mehr als 40 Inseln ragen aus dem Titicacasee, wovon die Inseln Amantani und Taquile auf peruanischer Seite die wichtigsten sind. Vor der Stadt Puno leben auf selbst hergestellten Schilfinseln die Nachfahren der Uros, ein Volk, dessen Lebensgrundlage seit Jahrhunderten der See liefert.

Der Legende nach stieg der Gott Con Tici Wiracocha aus dem Titicacasee und schuf die bekannte Tiwanaku-Kultur, aber auch die Inka hatten ihren Ursprung im Andenmeer. Der Name setzt sich aus den beiden Aymara-Worten titi (Puma) und kaka (Kopf) zusammen, da die Form des Sees stark an einen Puma erinnert.

Der Titicacasee ist kalt. Die durchschnittliche Wassertemperatur liegt bei nur etwa 10° C. Trotzdem liefert der See seit Jahrhunderten die Voraussetzungen für die landwirtschaftliche Nutzung der umliegenden Ländereien. Außerdem liefert der Titicacasee Fische. Leider sind viele einheimische Fischarten durch „neue“ Fischarten verschwunden. Heute werden vor allem trucha (Forelle) und pejerrey (Königsfisch) gefangen.

Der Titicacasee wurde 1978 zum Nationalen Naturschutzgebiet erklärt, um die 37.000 Hektar große Totorafläche (Rohrkolben) zu schützen. Das Reservat ist in zwei Sektoren geteilt: Ramis, in der Region von Huancané und Puno. Die Zone beherbergt viele Vogelarten, davon etwa 60 einheimische Arten und eine Vielzahl von Zugvögeln. Außerdem leben in dem Naturschutzgebiet verschiedene Fischarten und 18 einheimische Amphibienarten. Zu dem Naturschutzgebiet zählen die Inseln: Huaca Huacani, Toranipata und Santa María.

Auf dem Titicacasee werden täglich im Linienverkehr die Inseln Taquile und Amantani per Motorboot sowie Copacabana in Bolivien per Hydrofoil grenzüberschreitend bedient.

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AMANTANI

Die Insel Amantani liegt etwa vier Bootstunden, 40 km, von Puno entfernt und ist die größte Insel auf der peruanischen Seite des Sees. Amantani hat Geschichte. Schon in Prä-Inka-Zeiten war die Insel bewohnt: Terrassenfelder und das Pachamama-Heiligtum auf der höchsten Erhebung (4.130 m) der Insel beweisen das. Heute leben in mehreren kleinen Dörfern etwa 3.000 Menschen, die Aymara miteinander sprechen. Vor Allem Frauen, die Männer sind in die Städte gezogen, um Arbeit zu suchen. Die Frauen leben von der Landwirtschaft und von der Beherbergung von Touristen. Bei einem Besuch, mit Übernachtung auf der Insel sind Kerzen, Öl und Reis gern gesehene Gastgeschenke.

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TAQUILE

Die Insel Taquile, auch „Insel der strickenden Männer“ genannt, liegt etwa 35 km von Puno entfernt. Wie Amantani, ist auch Taquile seit Jahrhunderten bewohnt. Terrassierte Felder und kleinere archäologische Stätten zeugen aus der Besiedelung in vergangenen Zeiten. Auf Taquile werden viele Feste gefeiert, wovon das Fest des heiligen Apostels Ende Juli eines der berühmtesten ist. Wie der Beiname schon sagt, stricken auf Taquile die Männer herrliche Wollsachen. Besonders interessant ist, dass der Mann seinen Familienstand mit seiner Kopfbedeckung preisgibt: die verheirateten Männer haben andere Mützen als die ledigen! Taquile hat mehrere Bootsanleger. Es lohnt sich für An- und Abfahrt jeweils unterschiedliche Anleger zu benutzen.

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DIE SCHWIMMENDEN INSELN DER UROS

Ein Muss für einen Besuch des Titicacasees ist die Besichtigung der schwimmenden Schilfinseln der Nachkommen der Uros. Diese Inseln, es sollen mehr als 50 sein, wurden früher von den Uros bewohnt. Heute leben dort ihre Nachfahren und verdienen ihren Lebensunterhalt mit Fischfang, aber auch mit dem Verkauf von Souvenirs an Touristen. Auf den Inseln gibt es eine Schule, ein Gemeindehaus und einen Aussichtsturm. Zwischen den Inseln verkehren die Menschen mit Schilfbooten. Die Schilfinseln werden auf traditionelle Art und Weise aus dem Totora-Schilf (Scirpus totora) hergestellt und halten bei regelmäßiger Wartung einige Jahre. Beim Bau helfen sich die Familien gegenseitig.

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