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Einwohnerzahl: etwa 10 Millionen im Ballungsraum
Anreise
Im stark zentralisierten Peru bildet Lima zweifelsohne den Hauptverkehrsknotenpunkt
des Landes. Wer direkt von Europa nach Peru reist, wird nicht umhinkommen,
zuerst einmal in Lima Halt zu machen. Die Anreise aus Deutschland
erfolgt entweder mit einem Zwischenstopp in Madrid oder Amsterdam
oder über die USA. Der Flughafen Limas liegt etwas außerhalb
in Callao. Je nach Verkehrslage sind die Bezirke San Isidro oder
Miraflores mit dem Taxi in etwa 30 Minuten bis einer Stunde erreichbar.
Auch die zahlreichen Busunternehmen, mit denen in Peru hauptsächlich
gereist wird, sind in der ganzen Stadt mit ihren Niederlassungen
vertreten.
Reisezeit
Ein Besuch der kulturellen Metropole Perus lohnt immer. Wer allerdings
die Hauptstadt des Landes nicht in der Zeit des garúa,
dem winterlichen Küstennebel, sondern bei Sonnenschein besuchen
möchte, der sollte in den Sommermonaten Limas von November
bis April vorbeikommen.
Da in Lima selten die Sonne durch die Nebeldecke durchdringt,
empfiehlt es sich das ganze Jahr über auch warme Kleidung im
Gepäck zu haben. Besonders im peruanischen Winter von April
bis November ist es teilweise sehr kalt.
Aktivitäten
Museen, Gastronomie und Shopping. In Lima bündelt sich vor
Allem auch das Nachtleben des Landes. Wer zum Beispiel in Peru ein
Theater besuchen möchte, hat in Lima wohl die besten Chancen.
Sportlich aktiv kann man sich in Lima beim Paragliding oder mit
dem Fahrrad betätigen. Die langen Wellen an der Küste
Limas laden außerdem zum Surfen ein.
Feste
Im Januar finden in Lima die Feierlichkeiten zur Stadtgründung
statt. Am 28. Juli werden im ganzen Land die Unabhängigkeitsfeiern
begangen, selbstverständlich lässt sich an diesem Tag
auch in Lima eine große Parade auf der Plaza de Armas beobachten.
Beeindruckende Prozessionen gibt es am 18./19. und am 28. Oktober,
dann nämlich finden die Feierlichkeiten zu Ehren des Señor
de los Milagros, des Herren der Wunder, statt. Dabei wird ein 1,5
Tonnen schweres Abbild von Christus durch die Stadt getragen, dem
Tausende Pilger in einem speziellen Prozessionsschritt folgen.
Unterkunft
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Stadtplan
Lima liegt an der pazifischen Küste, auf 133 Metern über
dem Meeresspiegel. Der Eroberer Francisco Pizarro gründete
die Stadt am 18. Januar 1535 unter dem Namen Ciudad de los Reyes.
Die "Stadt der Könige und Vizekönige" entwickelte
sich innerhalb weniger Jahrzehnte nach ihrer Gründung neben
Mexiko zur wichtigsten Metropole der spanischen Amerikakolonien.
1551 gründeten Benediktinermönche mit der Universidad
San Marcos hier die erste Universität Südamerikas. Der
Name Lima leitet sich ab vom Fluss Rimac, der durch die Stadt fließt.
Rimac bedeutet in Quechua soviel wie "Sprecher". Lima
ist eine moderne und attraktive Stadt, mit Vororten wie San Isidro
und Miraflores, wo der größte Teil von Limas finanziellen
und kommerziellen Aktivitäten stattfindet und auch die besten
Hotels liegen. Einzigartig ist der Stadtteil Barranco als Treffpunkt
für Nachtleben und Unterhaltung. Mit seinen 22 Distrikten und
circa 8 Millionen Einwohnern ist Lima eine der größten
Städte Südamerikas und das politische, kulturelle und
finanzielle Zentrum des Landes. Das historische Zentrum der Stadt
- von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt - ist ein repräsentatives
Beispiel der Kolonialarchitektur in ihrer stärksten Ausprägung,
besonders im Umkreis der Plaza Mayor, und sehr sehenswert. Lima
ist ebenfalls bekannt für seine Museen, die kostbare archäologische
Sammlungen beherbergen, wie das Nationale Museum für Anthropologie
und Archäologie, das Larco-Herrera-Museum und das Goldmuseum.
Nicht zu vergessen ist auch die typische Criollo-Küche Limas
mit verführerischen Gerichten auf Basis von Fisch und Meeresfrüchten,
die in einer Vielzahl von verschiedenen Restaurants zubereitet und
serviert werden
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| SEHENSWÜRDIGKEITEN
IN LIMA |
Plaza Mayor und das historische Zentrum Limas
Die Plaza Mayor, ehemals Plaza de Armas, im historischen Zentrum,
ist Ort der Stadtgründung Limas durch Francisco Pizarro. Knapp
300 Jahre später wurde hier 1821 die Unabhängigkeit Perus
erklärt. Von den Bänken aus, die die Plaza säumen,
kann man das Treiben auf dem belebten Platz beobachten und das Flair
Limas auf sich wirken lassen. Neben dem Palacio de Gobierno, dem
Regierungspalast, sind es die Municipalidad - das Rathaus - und
die Kathedrale von Lima, die jene Vereinigung von Kirche und Staat
an einem Ort repräsentieren, deren Präsenz unter spanischer
Herrschaft so wichtig war. Der Brunnen in der Mitte der gepflegten
Plaza Mayor ist Nullpunkt aller Entfernungen in Peru.
Regierungspalast
Der Regierungspalast ist bis heute Amtssitz des aktuellen Präsidenten
Perus und kann bei vorheriger Anmeldung auch besichtigt werden.
Im Inneren finden sich bedeutende Gemälde. Besonders spannend
ist die Wachablösung, die mittags vor dem Regierungspalast
stattfindet.
Kirche La Merced
Ein wunderbares Beispiel für die spanische Kolonialarchitektur
ist die Kirche La Merced. Die reich geschmückte Fassade und
die im arabischen Stil geschmückte Sakristei sind sehenswert.
La Merced beherbergt außerdem eine der bedeutendsten Gemälde-
und Skulpturensammlungen der Kolonialzeit in Lima.
Kathedrale
Die Grundmauern der Kathedrale in Lima stammen aus dem Jahr 1555.
Nach dem Erdbeben von 1746 wurde sie jedoch rekonstruiert, was ihr
auch ihr heutiges Aussehen verlieh. Stilistisch eint sie dabei barocke
und klassizistische Formen mit Renaissance-Elementen. Im Inneren
findet man herrlich verzierte, vergoldete Altäre, handgeschnitzte
Chorbestuhlung und eine Sammlung wertvoller Skulpturen und Gemälde
des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts. Hier lässt sich
übrigens auch die angeblich letzte Ruhestätte von Francisco
Pizarro besichtigen.
Rathaus
Erst zwischen 1943 und 1944 erbaut, ist das Gebäude der Municipalidad
vor Allem auf Grund seiner reich verzierten Holzerker einen Abstecher
wert. Hier spricht auch der Bürgermeister Limas bei Gelegenheit
vom Balkon herab zu den Bewohnern der Stadt.
Kloster San Francisco
Dieses Franziskanerkloster liegt ebenfalls im Zentrum Limas. Nach
dem Erdeben im Jahr 1646 wurde der einst riesige Klosterkomplex
durch eine kleinere Anlage ersetzt. Im Inneren des Klosters befindet
sich neben einigen interessanten Gemälden eine beeindruckende
Bibliothek, in der 15.000 Bände und Pergamente des 15. bis
18. Jahrhunderts besichtigt werden können. Die einstündige
Führung im wunderbar atmosphärischen Kloster ist unbedingt
empfehlenswert. Nach der Besichtigung der Bibliothek, Kapelle und
einer Führung durch die mit Kacheln aus Sevilla getäfelten
Innenhöfe steigt man hinab in die Katakomben, die während
der Kolonialzeit als Begräbnisstätte dienten und einstmals
der städtische Friedhof waren.
Museen
Die Museumslandschaft Limas ist äußerst bunt und vielfältig.
Der Besuch eines der anthropologisch- oder archäologisch-orientierten
Museen eignet sich Bestens dazu, eine Rundreise einzuleiten. Aber
auch aus anderen Themengebieten gibt es in Lima jede Menge zu sehen:
-
Museo Nacional de la Cultura Peruana
- Museo
de la Nación
- Museo de
Oro del Peru y Armas del Mundo
- Museo
Nacional de Antropología y Arqueología
- Museo
Arqueológico Rafael Larco Herrera
- Museo
Amano
- Museo de Arte de Lima
-
Museo del Tribunal de la Santa Inquisición
Magischer Wasserkreis
Seit Juli 2007 hat Limas Altstadt eine neue Attraktion: den Circuito
Mágico de Agua, eine imposante Sammlung an Innenstadt-Fontänen
und Springbrunnen in einer gepflegten Parkanlage. Nachts werden
die unterschiedlichen Wasserstrahlen mit regenbogenfarbenem Licht
angestrahlt und klassische Musik eingespielt. Ein besonderer Spaß
ist das sogenannte Labyrinth, wo der Besucher seine Schnelligkeit
im Kampf mit den überraschend von unten auftauchenden Wasserstrahlen
testen kann.
Barranco
Bekannt ist dieses Stadtviertel Limas vor Allem für sein Nachtleben.
Hier reihen sich von der Plaza Barranco ausgehend Bars und Kneipen
aneinander. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch in einer der "peñas"
- Lokale, in denen traditionelle Musik live gespielt wird. Aber
auch bei Tag lohnt es sich, in Barranco einen Spaziergang zu unternehmen.
Das Viertel zeichnet sich durch die schöne Architektur und
seine engen Gassen aus. In Barranco befindet sich die Puente de
los Suspiros, die "Seufzerbrücke". Überquert
man die Brücke, gelangt man nach ein paar Metern zum Aussichtspunkt,
von dem man einen lohnenden Blick über die Bucht Limas hat.
Die Sicht reicht an guten Tagen bis nach Callao.
Miraflores
Miraflores ist ein belebtes Stadtviertel, in dem sich neben Hotels
auch viele Geschäfte und Reisebüros sowie Banken und die
Vertretungen von Fluggesellschaften finden. Hier kann man gut essen
oder sich am Wochenende in einer der gemütlichen Parkanlagen
entspannen. Ebenfalls in Miraflores befindet sich Larcomar, ein
Vergnügungs- und Einkaufszentrum direkt an der Steilküste,
von dem aus man weit übers Meer und über die Küstenabschnitte
Limas sehen kann. Archäologisch interessant und durchaus sehenswert
ist die Huaca Pucllana, ein pyramidenförmiges Heiligtum aus
der Lima-Kultur. Ein kleines Museum und Führungen vor Ort bringen
dem Interessierten die Entstehung und Bedeutung dieser Pyramiden
näher.
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