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Nach einer Legende ist die Oase mitten in der Wüste
der Träne einer Frau zu verdanken, die den Tod ihres Geliebten
beweinte. “huaca” bedeutet in Quechua “heiliger
Ort ” und “china” Frau. Ein Besuch der Oase empfiehlt
sich vor Allem zum Sonnenuntergang, den man gemütlich von einem
der kleinen Restaurants an den Ufern der Oase aus genießen
sollte. Die Dünen um die Oase herum sind neben Spaziergängen
beliebtes Sandboarding-Gebiet.
Über diese archäologische Fundstelle sind
sich die Gelehrten nicht ganz einig. Der Gebäudekomplex aus
roten Adobeziegeln könnte auf Grund seiner Trapeztüren
zur Inka-Zeit unter Pachacútec gehören und entweder
eine Stadtanlage oder aber eine Festung darstellen. Ein Besuch von
Tambo Colorado, dessen Nachbildung man im Archäologischen Museum
in Lima besichtigen kann, lohnt in jedem Fall.
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Die Stadt Nazca, circa 350 km südlich von Lima, ist vor Allem
berühmt wegen der mysteriösen so genannten "Nazca-Linien",
die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Auf einer
Fläche von 50 mal 15 km erstreckt sich in der unwirtlichen
Küstenwüste von Nazca ein komplexes System von Hunderten
von seltsamen Linien verschiedener Länge, geometrischen Figuren
und Abbildungen von Tieren. Erstaunlich sind nicht nur die perfekte
Harmonie und das geometrische Gleichgewicht dieser in den kargen
Boden geritzten Geoglyphen, sondern vor Allem ihre unglaublichen
Dimensionen, die allein vom Flugzeug aus in ihrer ganzen Ausbreitung
bewundert werden können. So besitzt zum Beispiel die Figur
des Affen eine Ausdehnung von 135 m, die des Vogels gar 300 m.
Es ranken sich zahlreiche verschwommene Legenden und Mythen und
ebenso viele wissenschaftliche Theorien um diese Linien, ihr Geheimnis
ist aber bis heute nicht vollständig gelöst. Manche glauben
an ein Kommunikationssystem mit den Göttern, andere an eine
Landebahn für Außerirdische. Es war aber vor Allem die
deutsche Wissenschaftlerin Maria Reiche, die ihr ganzes Leben der
Erforschung dieser Linien widmete und zur Entschlüsselung der
Entstehung und Bedeutung der Nazca-Linien beitrug. Sie stellte die
heute am meisten akzeptierte Theorie auf. Nach Maria Reiche wurden
die Linien und Figuren von den alten peruanischen Kulturen als riesiger
astronomischer Kalender benutzt, hier wurden die wichtigsten astronomischen
Ereignisse der Jahres wie Sommer- oder Winteranfang, Zeit der Ernte
und Andere aufgezeichnet. So trägt die Figur des Riesenvogel
beispielsweise den Beinamen "Ankündiger des Inti Raymi".
Setzt man sich am Morgen zwischen dem 20. und 21. Juni (Tag des
Inti Raymi, der Wintersonnenwende) auf den Kopf des Vogels und schaut
in Richtung seines Riesenschnabels, geht genau dort die Sonne auf.
So sind die Nazca-Linien wohl ein Geschichtsdokument der Wissenschaft
und der Wissenschaftler der Nazca- und Paracas-Kultur zwischen 300
und 900 n. Chr. Das größte Astronomiebuch der Erde, das
sich bis heute auf Grund der klimatischen Bedingungen der peruanischen
Küstenwüste erstaunlich gut erhalten hat. Die beste Zeit
für einen Überflug über diese beeindruckenden Wüstenbilder
ist der frühe Vormittag, da dann wie auch am Nachmittag, die
Lichtverhältnisse besonders günstig sind, ihr Flugvergnügen
allerdings noch nicht durch aufkommende Wüstenwinde getrübt
wird.
Am Rande der Nazca-Linien, dort wo Maria Reiche für ihre Forschungsarbeiten
unter minimalen Bedingungen gelebt hat, kann man das 1994 eröffnete
Museo Maria Reiche besuchen.
Planetarium im Hotel Nazca Lines
Das im Mai 2000 eröffnete Planetarium wird von Edgardo Azabache
und Enrique Levano geleitet. Beide sprechen Englisch und Italienisch,
Azabache außerdem Französisch, und geben Vorlesungen
über die Nazca-Linien basierend auf den Theorien Maria Reiches,
die auch Archäologie und Astronomie abdecken. Der Vortrag dauert
circa 45 Minuten. Danach haben die Besucher Gelegenheit durch das
hochwertige Teleskop hindurch den Mond, Planeten und Sterne zu beobachten.
Vortragsbeginn: 18.45 Uhr und 20.45 Uhr
Eintritt: USD 6 (für Studenten USD 3)
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